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Ramakrishna,
der
letzte
indische
Prophet
-
schon
der englische
Gelehrte
Max Müller
in London
hat
seine
hohe
Bedeutung
hervorgehoben
-,
Ramakrishna,
ein
Bhaktayogi
kat
exochen,
sagte
einmal:
»lang
dient
der Mensch
seinem
Gott;
befolgt,
was
Er
ihm sagt,
tut alles,
was
Er
tut,
nur
Seinetwillen
und zu
Seiner
Ehre;
ist
weniger
Ihm gegenüber
als
ein
Sklave. Dann
aber
übergibt
Gott
eines
Tages
dem
treuen
Diener alle
Macht
und setzt
ihn
auf
Seinen
eigenen
Thron.«
Dies
hier bemerkt
für jene
(es
werden
nicht
allzuviele
sein!),
die
den Weg
des
Bhakta
gehen oder
ersehnen!
Als
das
Licht,
wie
geschildert,
vor
mir
stand,
fragte ich
mich:
was
hat
das
zu bedeuten?
Was
soll mir
damit
gesagt
werden?
Mich an
dem
Anblick
zu erbauen,
wie es
vielleicht
ein
Frommer
getan
hätte,
fiel
mir
nicht
im entferntesten
ein:
Sogleich
kam
mir
als Antwort
der
»Gedanke«
-
einen
Gedanken
nenne
ich's,
weil
ich keinen
andern
Ausdruck
finde
-,
eigentlich
war
es
fast
schon
das
Hören einer
Stimme;
sie belehrte
mich:
»der
Anker
heißt
soviel
wie: Festhalten
oder Hoffen;
die
drei Zacken
bedeuten:
drei Tage.
«
Nach
drei
Tagen
geschah
etwas
so
Sonderbares,
dass ich
mich kaum
getraue, es
hier niederzuschreiben,
befürchtend, man könnte
glauben,
ich
spräche
die
Unwahrheit
und machte
mich
lustig über
alle,
die lesen,
was
ich
schreibe.
Soll
ich
beteuern,
dass
es
nicht
so
ist?
- Mag
man mir
glauben,
oder nicht:
es
steht
jedem
frei.
-
Am dritten
Morgen
nach
jener
Nacht
ging ich
sehr
früh
in
mein
Geschäft,
eine
Wechselstube
in Prag.
Der Diener
kehrte
gerade
den Laden
rein; außer ihm
war
noch niemand
vom Personal zugegen.
Ich
wunderte mich
ein
wenig,
im
Wartezimmer
trotz der
frühen
Stunde
einen
Herrn
sitzen
zu
sehen,
und
fragte
daher,
was
er
wünschte.
Er
war
ein gutgekleideter
Mann mittleren
Alters
mit einer
Brille
und
schielenden
Blickes. Er
murmelte
auf
meine
Frage
ein
paar
unverständliche
Worte,
dann
raffte
er
sich
zusammen
und sagte
mit
ein
wenig
krampfhafter
Entschlossenheit:
»Ich
wünsche
von
Ihnen
nichts;
ich
habe
geglaubt,
Sie
wünschten
etwas
von
-
mir!«
-
Sofort
fiel mir
ein: »Warte
drei
Tage!«
der
Satz,
der
mir
beim
Anblick
des
Ankers
zu Bewusstsein
gekommen
war. Das
sodann
schnell
und lückenlos
geführte
Gespräch
mit dem
fremden
Herrn
ergab:
er
hieß
0.
K.,
war
lange
Zeit
Professor
oder Lehrer der
Chemie
in Japan
gewesen,
lebte
seit
längerer
Zeit
in
Dresden und
sei,
Spiritist.
Aber
nicht
Spiritist
im
landläufigen
Sinne,
sondern
eher ein
»Frommer«,
ein Bhaktayogi
auf
christliche
Weise.
Die
Gabe
automatischen
Schreibens
sei
ihm
von Kindheit
an
verliehen; aber
nicht
»Geister«
gäben
sich
durch
seine Hand
schreibend
kund,
sondern
niemand
anderer
als
Jesus
Christus
selber.
Ich
hörte
geduldig
zu
und hatte
bald
herausgefunden,
dass ich es
diesmal
nicht
mit
einem
Schwindler
zu
tun hatte,
wie
oft
in
früheren
Fällen,
sondern
schlimmstenfalls mit
einem
religiösen
Schwärmer. Ich
will
feststellen,
dass
ich
damals
trotz
meiner
Jugend eine ungemein
scharfe
Menschenkenntnis
besaß
und mit
Treffsicherheit
Lügen
von
Wahrheit
zu unterscheiden
vermochte. Kein
Wunder
übrigens:
wer
so
jung
wie
ich
in
den Bankierberuf
eintritt, liest
sehr
bald
in den
Herzen der
Menschen
wie
in einem aufgeschlagenen
Buch.
-
Ich
forderte
Professor
K. auf,
mit
mir in
meine
Wohnung
zu kommen,
da
ein
Wechslerladen
mir nicht
der
richtige Ort
schien,
Fragen
über Okkultismus,
Yoga
oder
Prophetie
zu erörtern.
Dort
angelangt,
erzählte
mir
Herr K.:
vor
genau
drei
Tagen
-
die
Stunde
stimmt
mit
der meiner
gehabten Vision
überein! habe er
in der
Nacht wie
gewöhnlich
dem automatischen
Schreiben
obgelegen,
da habe
sich
plötzlich
seine
Hand gesträubt,
einen
begonnenen Satz
zu
beenden,
und habe
statt
dessen
einen
neuen
Satz
geschrieben
des
Inhalts:
fahre
nach
Prag
zu einem
Bankier
namens
M.
(zu mir
nämlich),
so
dass
du am
dritten
Tag früh morgens
bei
ihm
sein
kannst!
- K.
beteuerte
mir, meinen
Namen
früher nie
gehört
zu haben. Er
sei
aufs
Geratewohl
nach
Prag
gefahren und habe
mich
aufgesucht.
Auf
meine Frage,
was
er
mir
denn
mitzuteilen
hätte,
sagte
er:
genau
wisse
er es
freilich
nicht;
er
hätte
aber
das
Gefühl,
ich
schwebte
in großer
Gefahr
und er
sollte
mich
retten.
Er
vermutete,
ich
wäre
»asiatischen
Teufeln« in
die
Hände
gefallen.
(Ich hatte ihm
bis dahin mit keinem
Wort
angedeutet,
dass
ich
mich
mit
Yoga
befasste.)
Ich
blieb den ganzen
Tag mit
K. beisammen
und lauschte
den
sonderbaren
-
ich
möchte
fast
sagen:
verzückten
Reden,
die
er
mir hielt.
Er
sagte,
es
gäbe nur
einen
Weg, aus
einem öden
Normalmenschen
ein
geistig
Wertvollerer
zu
werden,
und das
sei
der Weg
der
Offenbarung,
die
einem
zuteil
würde,
wenn
man gewisse
christlich
fromme, apokryphe Anweisungen
befolge,
die
man
am
treffendsten
rosenkreuzerisch
nenne, da sie
sowohl
der
protestantischen,
wie
auch der
katholischen
Kirche
fremd
seien.
Er
gab mir
solche
Anweisungen.
Da er
über
ein erstaunliches
Wissen
verfügte
und
ein Gelehrter
im
besten
Sinne zu
sein
schien,
schlug
er
mich
-
wesentlich
jünger
als
er war
ich
sowieso
und
daher
nicht
so
selbstbewusst,
wie
ich hätte
sein
sollen
-allmählich
in
seinen Bann.
Ich
wundere
mich
heute
darüber
nicht;
sitzt
jedem Menschen, der
von
Kindheit
an
christlich
erzogen
wurde,
doch der
Theismus
im
Blut.
Bei
Menschen, die
sich
nicht
mit
spirituellen
Angelegenheiten
im Laufe
späteren Lebens
befassen,
tritt
an Stelle
des
Theismus etwas,
was
so
aussieht,
wie
Atheismus.
Ich
vermute
nur, dass
ein
solcher
Atheismus
selten
echt ist;
meist ist er verschütteter
Theismus.
- Bei
den
Reden
K's
wachte
in
mir
der Theismus der
Kinderjahre
wieder
auf,
wurde
umso wacher
in mir, als die
Erinnerung
an die Vision des Mannes
mit
dem abgeschnittenen
Kopf
mir
plötzlich
einen
tiefen
Sinn
zu bekommen
schien: es
gemahnte
mich,
als sei
jenes
Erlebnis
etwas
ähnliches,
wenn
auch
nur
im Kleinen,
gewesen
wie
einst
das
Erlebnis
des
Paulus vor
Damaskus.
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