

Aus seinem „brennenden Busch“
„Wir setzen uns auf einen bequemen Sessel oder
auf das Sofa. Dabei ist zu beachten, dass unser Rücken, das Genick
und der Kopf in einer senkrechten Linie liegen müssen. Die Hände
legen wir entweder neben uns oder auf die Knie und schliessen die
Augen, damit uns anfangs keine äusseren Eindrücke stören, dann
sprechen wir ein kurzes Gebet zum Allerhöchsten, denken dabei, dass
wir unser ganzes Sein und Inneres unserm Meister (höheres Selbst)
aufopfern wollen, worauf wir unser Denken und unsere gesamte
Aufmerksamkeit in unser inneres versenken, worin wir uns, wie schon
früher gesagt, die Gottheit unter irgend einer Gestalt vorstellen.
Je einfacher und gewöhnlicher diese Form ist, desto besser.
Manche benützen für die Vorstellung ein leuchtendes Dreieck,
andere eine leuchtende Flamme, wieder andere Sterne oder Perlen.
Komplizierte Vorstellungen sind immer schwieriger. Und dann
entspricht eine gewöhnliche Vorstellung auch eher dem Zweck dieser
Übung, in welcher wir alle Gedanken und Eindrücken den Zutritt
verwehren und unser ganzes Sinnen mit unserer inneren Gottheit
identifizieren sollen, in der wir aufzugehen verlangen.
Die Vorstellung eines Flämmchens, eines Sterns
oder leuchtenden Dreiecks ist auch nur eine anfängliche Stütze, denn
auch sie muss bei fortschreitender Übung verschwinden und unser
Bewusstsein, unser Ich, in den tiefen unseres Innern und im Schosse
unserer Gottheit verankert, weiss dann nur von sich und gleichzeitig
vom Gegenstande unserer Anstrengung, nämlich von unserem Gott,
jedoch von nichts anderem. Kein Gedanke, und wäre es der höchste,
keine Vorstellung und wäre es die reinste, kein Bild, und wäre es
das heiligste, sollen während dieser Zeit unseren Sinn beschatten.
Mag da was immer auftauchen, alles müssen wir sofort unterdrücken,
in die Tiefe zurückkehren und dort unbewegt im Schosse der Gottheit
zu verharren trachten.
Auf diese Weise erlangen wir ein vollständiges
Leerwerden unseres Denkprinzips und mit der Zeit erreichten wir die
richtige Fähigkeit der Konzentration.
Diese Übung kann jedermann ohne Gefahr
durchführen und er wird ans Ziel gelangen. Wem freilich der Glaube
fehlt, der hat auch nicht die Kraft dazu.„
Und hier noch aus den Erinnerungen eines
Okkultisten von Karel Weinfunter:
„Es gibt nämlich Schüler, die keinen äußeren
Führer brauchen – das ist eine besondere Gnade, die es früher nicht
gab – zumindest nicht bei uns im Westen. Aber es kam eine neue Zeit,
und genau deshalb wurde diese Übung wiederentdeckt. Danach nahmen
viele Prager Okkultisten diese „stille Konzentration“, wie wir sie
in unserer mystischen Schule nennen, auf, und jeder hatte und hat
Erfolge. Als dann nach einigen Jahren dieser Führer starb, blieb
seinen zahlreichen Schülern nichts anderes übrig, als diese Übung
nach der Bhagavadgita aufzunehmen.
Diese mystische Konzentration hat einen enormen
Einfluss auf das Innere des Menschen und wirkt sich wie jede
Yoga-Übung auch auf die Gesundheit des Schülers aus. Dasselbe lässt
sich mit Sicherheit auch über die zweite Übung sagen, die Kerning-Übung,
die darauf basiert, Buchstaben – zunächst die Vokale IEOUA – auf
alle Teile des menschlichen Körpers zu projizieren. All dies findet
der Leser ausführlich im „ brennenden Busch”….
Dann begann ich, ihm den richtigen mystischen Weg
zu erklären, und ermahnte ihn eindringlich, nun „stille
Konzentration” zu üben, um in seinem Inneren in seinem Innersten die
Gottheit in irgendeiner Form vorzustellen oder sich an diesem Ort
ein heiliges, einfaches Symbol vorzustellen, und ich wies ihn an,
diese Übungen mindestens eine halbe Stunde täglich durchzuführen.
Glücklicherweise verstand W. alles richtig und
gehorchte. Zwei Tage später trafen wir uns wieder. Es war nun
notwendig, sich so oft wie möglich mit ihm zu treffen, damit ich die
weitere Entwicklung der Ereignisse und vor allem die Ergebnisse der
neuen Übung beobachten konnte.
Und tatsächlich – W. hatte gute Erfolge. Er hatte
keine Ahnung, was passieren könnte, aber er erzählte mir bald, dass
die Gestalten, die er sah, sich von ihm zu entfernen begannen, und
gleichzeitig beobachtete er, dass sie sich auch in einem weiten
Kreis von links nach rechts drehten.
Das war genau die Wirkung der Pitha, die W.
unbewusst durch seine Konzentration hervorgerufen hatte.
Die astralen Gestalten entfernten sich immer
weiter und begannen schließlich zu verschwinden und waren
schließlich ganz verschwunden. An ihre Stelle traten andere
Erfahrungen, und so trat W. auf den mystischen Weg……
……Sie setzte sich in einen Sessel und begann mit
den mystischen Übungen. Die anderen warteten gespannt darauf, was
geschehen würde. Aber es passierte nichts Auffälliges.
Stattdessen begann Frau X. nach etwa einer
Stunde, die mystischen Zustände zu beschreiben, die sie unmittelbar
nach der Übung erlebt hatte. Es waren eine ganze Reihe davon. Sie
fühlte sich wie neu geboren, sie fühlte sich befreit von einem
langen, schrecklichen Joch, und sie fühlte sich auch stark und
gepanzert.
Die Pitha (geistiger, astraler oder pranischer
Wirbel), die sie während der Konzentration hervorgerufen hatte,
hatte ihre Wirkung entfaltet, und ihrer Kraft konnte selbst Amonti
nicht widerstehen.
Daher ist die Entdeckung der Pitha und ihrer
Wirkung auf besessene oder überhaupt für fremde Einflüsse
empfängliche Personen äußerst wichtig.
Aber die Pitha hat viele Stufen und wirkt
entsprechend. In spiritistischen Kreisen tritt auch eine sehr
schwache Pitha auf, deren Wirkung als kalte Brise zu spüren ist, die
von den empfindlicheren Anwesenden wahrgenommen wird. Auch das
Drehen des Tisches im Kreis wird durch diese Pitha hervorgerufen……
